Tee bei Halsschmerzen

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Tee bei Halsschmerzen: welche Sorten traditionell verwendet werden

Tee bei Halsschmerzen ist der erste Griff, wenn es beim Schlucken kratzt, und das aus gutem Grund: Warme Flüssigkeit ist eines der wenigen Hausmittel, das jeder sofort zur Hand hat. Welcher Tee dabei tatsächlich passt, wird allerdings selten erklärt, und eine der häufigsten Fragen bleibt völlig offen, nämlich ob warm überhaupt die richtige Richtung ist. Bei uns bei Ziehblatt bekommst du lose Tees, bei denen du jede Zutat siehst und die Stärke selbst bestimmst. Auf dieser Seite ordnen wir ein, welche Sorten bei Halsschmerzen traditionell verwendet werden und worauf es dabei ankommt.

Salbei ist der Klassiker bei Halsschmerzen

Wenn eine Pflanze mit diesem Thema verbunden wird, dann Salbei. Er ist in praktisch jeder Halsteemischung enthalten und wird seit Jahrhunderten in diesem Zusammenhang verwendet, was sich sogar im botanischen Namen niederschlägt: Salvia leitet sich vom lateinischen salvare ab.

Salbei enthält ätherische Öle und reichlich Gerbstoffe, und genau diese Kombination ist der Grund für seine traditionelle Anwendung im Hals und Rachenraum. Geschmacklich ist er allerdings gewöhnungsbedürftig: deutlich herb, würzig und leicht bitter. Wer ihn zum ersten Mal pur trinkt, ist meist überrascht, wie kräftig er ausfällt. Ein Löffel Honig oder eine Kombination mit milderen Kräutern macht ihn zugänglicher.

Neben dem Trinken wird Salbeitee traditionell auch zum Gurgeln verwendet. Dafür wird er kräftiger aufgegossen als zum Trinken und auf lauwarme Temperatur abgekühlt. Ein Hinweis dazu: Salbei sollte nicht über Wochen hinweg in großen Mengen konsumiert werden, für die Dauer eines Infekts ist das aber unproblematisch.

Heiß, lauwarm oder kalt: was bei Halsschmerzen angenehmer ist

Diese Frage taucht ständig auf, und die verbreitete Annahme, es müsse möglichst heiß sein, stimmt so nicht. Sehr heißer Tee kann eine bereits gereizte Schleimhaut zusätzlich reizen, statt sie zu beruhigen.

Am besten vertragen wird meist lauwarme bis angenehm warme Flüssigkeit. Sie lässt sich leichter schlucken, brennt nicht und du trinkst automatisch mehr davon, was ohnehin der wichtigste Punkt ist. Wer Tee kocht und ihn dann fünf bis zehn Minuten stehen lässt, liegt genau richtig.

Auch Kaltes hat seine Berechtigung. Viele empfinden Kühles als angenehm, weil es den Schmerz kurzzeitig dämpft, und daher rührt der Rat, bei Halsschmerzen Eis zu essen. Beides schließt sich nicht aus: Du kannst tagsüber warmen Tee trinken und zwischendurch etwas Kaltes nehmen. Entscheidend ist, was sich für dich besser anfühlt, nicht die Temperatur an sich.

Unabhängig davon gilt: Halten die Beschwerden länger als etwa eine Woche an, kommen hohes Fieber, starke einseitige Schmerzen, Atemnot oder deutliche Schluckbeschwerden dazu, gehört das in ärztliche Hände.

Ingwer und Zitrone bei Halsschmerzen

Nach Salbei ist Ingwer die am häufigsten gesuchte Zutat, oft in Kombination mit Zitrone. Ingwer bringt seine Schärfe über Scharfstoffe wie Gingerol mit und wird traditionell bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt.

Bei Halsschmerzen ist allerdings eine Einschränkung wichtig, die selten erwähnt wird: Die Schärfe empfinden manche als wohltuend, andere bei stark gereiztem Hals als zusätzlich unangenehm. Wenn dir Ingwer in dieser Situation zu scharf ist, ist das kein Zeichen für falsche Zubereitung, sondern schlicht individuell. Dann hilft es, dünner zu schneiden und kürzer ziehen zu lassen.

Die Zitrone kommt erst zum Schluss dazu, wenn der Tee abgekühlt ist, weil Vitamin C hitzeempfindlich ist. Wer die Zitrusrichtung mag, aber ohne Säure auskommen möchte, kombiniert Ingwer stattdessen mit Zitronengras. Das schmeckt ähnlich frisch, ohne die Säure, die manche bei gereiztem Hals als kratzig empfinden.

Welche Kräuter sonst noch verwendet werden

Neben Salbei und Ingwer gibt es einige Pflanzen, die in diesem Zusammenhang traditionell zum Einsatz kommen. Diese Übersicht hilft beim Lesen von Zutatenlisten:

  • Kamille, mild und blumig, die zugänglichste Variante überhaupt
  • Malvenblüten und Eibischwurzel, reich an Schleimstoffen, die sich als Film über die Schleimhaut legen
  • Thymian, würzig und kräftig, oft in Kombination mit Salbei
  • Fenchel, Anis und Kümmel, mild und süßlich, geschmacklich unkompliziert
  • Spitzwegerich, krautig und mild, ebenfalls mit Schleimstoffen

Honig ist der klassische Zusatz, weil er den Aufguss weicher macht und sich angenehm über den Hals legt. Wichtig dabei: Rühr ihn erst ein, wenn der Tee etwas abgekühlt ist, denn seine Inhaltsstoffe vertragen keine große Hitze. Für Säuglinge unter einem Jahr ist Honig grundsätzlich nicht geeignet.

Bei Malve und Eibisch gibt es eine Besonderheit: Ihre Schleimstoffe sind hitzeempfindlich, weshalb diese beiden traditionell kalt angesetzt und nicht mit kochendem Wasser übergossen werden.

Grüner und schwarzer Tee bei Halsschmerzen

Beide werden regelmäßig gesucht, sind hier aber nicht die naheliegendste Wahl. Der Grund liegt in den Gerbstoffen: Zwar wirken sie zusammenziehend, was bei Salbei traditionell erwünscht ist, gleichzeitig empfinden viele stark gezogenen Grün oder Schwarztee bei gereiztem Hals als trocken und kratzig.

Dazu kommt das Koffein. Bei Halsschmerzen trinkt man über den Tag verteilt oft mehrere Kannen, und mit Schwarz oder Grüntee kommt dabei schnell eine Menge zusammen, die abends den Schlaf stört. Koffeinfreie Kräuter und Früchtetees sind für diesen Zweck praktischer, weil du davon beliebig viel trinken kannst.

Wenn du dennoch bei Schwarztee bleiben möchtest, lass ihn kürzer ziehen als gewohnt, etwa zwei bis drei Minuten. Dann bleiben weniger Gerbstoffe im Aufguss und er wirkt weicher.

Tee bei Halsschmerzen richtig zubereiten

Salbei, Thymian und andere Kräuter mit ätherischen Ölen werden mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen und ziehen fünf bis zehn Minuten. Decke die Tasse oder Kanne dabei ab, denn ätherische Öle sind flüchtig und entweichen sonst mit dem Wasserdampf.

Zum Gurgeln setzt du den Aufguss kräftiger an, etwa zwei Teelöffel auf 250 Milliliter, und lässt ihn auf lauwarme Temperatur abkühlen. Gurgeln funktioniert nur mit lauwarmer Flüssigkeit, heiß geht es schlicht nicht. Mehrmals täglich für jeweils etwa dreißig Sekunden ist üblich, danach ausspucken statt schlucken.

Zum Trinken lässt du den Tee ebenfalls abkühlen, bis er angenehm warm statt heiß ist. Praktisch ist eine Kanne, die neben dir steht: Sie führt erfahrungsgemäß zu deutlich mehr getrunkenen Tassen als der Vorsatz, später etwas aufzugießen. Geht es dir zusätzlich um Husten, findest du dazu mehr in unserer Kategorie Husten Tee.

Lose Tees bei Ziehblatt

Bei uns bekommst du ausschließlich lose Ware statt fertig portionierter Beutel. Bei Halskräutern ist das besonders praktisch, weil du für das Gurgeln eine deutlich höhere Dosierung brauchst als zum Trinken. Mit losem Tee stellst du beides aus derselben Packung her, bei einem Beutel mit fester Blattmenge geht das nicht.

Dazu kommt die Transparenz: Du siehst vor dem Aufgießen, welche Blätter und Blüten enthalten sind und in welchem Verhältnis. Abgefüllt wird frisch in Deutschland, geliefert in einem wiederverschließbaren Behälter. Wir versenden in einem bis drei Werktagen, ab 29 Euro Bestellwert versandkostenfrei.

Bei Tee gegen Halsschmerzen führt der Weg meist über Salbei, ergänzt um mildere Kräuter wie Kamille oder Malve und einen Löffel Honig. Wichtiger als die Sorte ist allerdings die Temperatur: angenehm warm statt heiß, denn zu heiße Flüssigkeit reizt zusätzlich. Und am wichtigsten bleibt, überhaupt regelmäßig zu trinken. Schau dich in Ruhe in unserem Sortiment an losen Kräutertees um.