Durchfall Tee

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Durchfall Tee: welcher Tee bei Durchfall traditionell verwendet wird

Durchfall Tee ist eines der bekanntesten Hausmittel überhaupt, und fast jeder hat dazu eine Meinung gehört: schwarzer Tee, lange gezogen, am besten mit Zucker. Was davon tatsächlich sinnvoll ist und was eher überholt, wird selten erklärt. Dabei macht die Zubereitung hier einen größeren Unterschied als bei jeder anderen Anwendung, und manche Teesorten sind in dieser Situation ausgesprochen ungeeignet. Bei uns bei Ziehblatt bekommst du lose Tees, bei denen du Dosierung und Ziehzeit selbst bestimmst. Auf dieser Seite ordnen wir ein, welcher Tee bei Durchfall traditionell verwendet wird und worauf es dabei ankommt.

Bei Durchfall zählt zuerst der Flüssigkeitsverlust

Bevor es um die Sortenwahl geht, der praktisch wichtigste Punkt: Bei Durchfall verliert der Körper vor allem Flüssigkeit und Mineralstoffe, und genau das ist das eigentliche Risiko, nicht der Durchfall selbst. Warmer, ungesüßter Tee ist deshalb in erster Linie deshalb sinnvoll, weil er sich leicht trinken lässt und der Magen ihn meist besser annimmt als kaltes Wasser.

Sinnvoll ist, über den Tag verteilt in kleinen Schlucken zu trinken statt große Mengen auf einmal. Wer stärkere Verluste ausgleichen möchte, ist mit einer Elektrolytlösung aus der Apotheke besser bedient als mit Tee allein, weil dort Salze und Glukose in einem abgestimmten Verhältnis enthalten sind.

Halten die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage an, kommen hohes Fieber, Blut im Stuhl oder starke Schmerzen dazu, oder betrifft es Kinder, ältere oder geschwächte Menschen, gehört das in ärztliche Hände. Anzeichen für einen deutlichen Flüssigkeitsmangel wie trockener Mund, sehr dunkler Urin, Schwindel oder deutlich weniger Wasserlassen sind ebenfalls ein Grund, nicht länger abzuwarten.

Schwarzer Tee bei Durchfall: die Ziehzeit entscheidet

Schwarzer Tee ist das klassische Hausmittel in dieser Situation, und dahinter steckt ein konkreter Grund. Schwarztee enthält Gerbstoffe, also Tannine, und diese werden traditionell bei Durchfall eingesetzt, weil sie sich zusammenziehend auf die Schleimhäute auswirken sollen.

Entscheidend ist die Zubereitung, und genau hier machen die meisten es falsch. Gerbstoffe lösen sich erst nach längerer Ziehzeit. Wer Schwarztee wie gewohnt drei bis vier Minuten ziehen lässt, extrahiert vor allem Koffein und vergleichsweise wenig Gerbstoffe. Für diese Anwendung wird der Tee traditionell deutlich länger gezogen, üblicherweise zehn bis fünfzehn Minuten. Er schmeckt dann sehr herb und fast bitter, und das ist gewollt.

Zwei Punkte gehören dazu. Erstens enthält Schwarztee Koffein, und eine lange Ziehzeit ändert daran nichts Wesentliches, das solltest du bei mehreren Tassen und am Abend einkalkulieren. Zweitens wird er in diesem Fall ohne Milch getrunken, weil Milcheiweiß die Gerbstoffe bindet und damit genau den Bestandteil neutralisiert, um den es geht.

Schwarzer Tee mit Zucker: was an dem Hausmittel dran ist

Der Rat, Zucker in den Tee zu geben, hält sich hartnäckig und stammt aus derselben Tradition wie Cola und Salzstangen. Die Sache ist allerdings differenzierter, als beide Lager es meist darstellen.

Richtig ist, dass eine kleine Menge Glukose die Aufnahme von Natrium und damit von Wasser im Darm unterstützt. Genau auf diesem Prinzip beruhen auch die Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Ungünstig wird es dagegen bei größeren Zuckermengen, denn viel Zucker im Darm kann Wasser binden und den Durchfall eher verstärken als lindern.

Praktisch heißt das: Ein Löffel Zucker in einer Tasse ist unproblematisch, stark gesüßte Getränke oder Fruchtsäfte sind in dieser Situation dagegen keine gute Idee. Wer gezielt Flüssigkeit und Salze ersetzen will, greift besser direkt zur fertigen Elektrolytmischung, weil dort das Verhältnis stimmt.

Welche Kräuter bei Durchfall mit Bauchschmerzen verwendet werden

Kommen Bauchschmerzen oder Krämpfe dazu, werden traditionell andere Pflanzen eingesetzt, nämlich solche mit ätherischen Ölen oder ebenfalls mit Gerbstoffen.

Kamille ist der Klassiker bei gereiztem Magen und Darm und schmeckt mild und blumig. Die Kombination aus Fenchel, Anis und Kümmel wird traditionell bei Krämpfen und Völlegefühl verwendet und ist geschmacklich deutlich zugänglicher als die einzelnen Kräuter für sich. Getrocknete Heidelbeeren sind ein weniger bekanntes, aber sehr traditionelles Hausmittel, weil sie ebenfalls reich an Gerbstoffen sind und sich als Aufguss zubereiten lassen.

Salbei wird häufig gesucht, ist in diesem Zusammenhang aber eher zweite Wahl. Er enthält zwar Gerbstoffe, wird traditionell aber überwiegend bei Hals und Rachen eingesetzt. Ingwer wiederum ist bei Übelkeit bewährt, kann durch seine Schärfe bei stark gereiztem Darm allerdings unangenehm sein.

Grüner Tee bei Durchfall: meist die schlechtere Wahl

Grüner Tee wird in diesem Zusammenhang oft gesucht, und die Suchanfragen gehen dabei bezeichnenderweise in zwei Richtungen: Manche fragen, ob er hilft, andere, ob er Durchfall verursacht.

Beides hat denselben Hintergrund. Grüntee enthält reichlich Gerbstoffe, ihm fehlen aber die weicheren Verbindungen, die beim Schwarztee erst durch die Oxidation entstehen. Auf nüchternen oder gereizten Magen empfinden ihn viele deshalb als unangenehm, und in größeren Mengen oder sehr stark aufgegossen kann er Beschwerden sogar verstärken statt lindern.

Bei akutem Durchfall ist Grüntee deshalb nicht die naheliegende Wahl. Wer nicht darauf verzichten möchte, dosiert deutlich geringer, gießt mit etwa siebzig Grad auf und lässt nur kurz ziehen. Schwarztee oder ein milder Kräutertee sind in dieser Situation aber die unkompliziertere Option.

Wenn der Tee selbst der Auslöser ist

Ein Teil der Suchanfragen dreht sich um den umgekehrten Fall: Durchfall, der nach dem Teetrinken auftritt. Auch das kommt vor und hat meist einen von drei Gründen.

Am häufigsten ist schlicht die Menge. Wer über den Tag mehrere Liter trinkt, überfordert die Aufnahmekapazität des Darms, unabhängig von der Sorte. Der zweite Grund sind stark gerbstoffhaltige Aufgüsse auf nüchternen Magen, typischerweise sehr kräftiger Grüntee. Der dritte betrifft bestimmte Zutaten: Mischungen mit Sennesblättern, Faulbaumrinde oder ähnlichen Bestandteilen, wie sie in manchen Abnehm oder Detoxtees vorkommen, wirken abführend, und das ist dort ausdrücklich beabsichtigt.

Wenn du nach dem Teetrinken regelmäßig Beschwerden hast, lohnt deshalb ein Blick auf die Zutatenliste. Bei loser Ware siehst du unmittelbar, was enthalten ist, während sich das bei einem geschlossenen Beutel nicht beurteilen lässt.

Lose Tees bei Ziehblatt

Bei uns bekommst du ausschließlich lose Ware. Gerade bei dieser Anwendung ist das ein praktischer Vorteil, weil du die Ziehzeit vollständig selbst steuerst. Für einen lange gezogenen Schwarztee brauchst du keine besondere Ausstattung, aber ein Sieb, das du nach Belieben herausnimmst, statt einen Beutel mit fester Blattmenge.

Dazu kommt die Transparenz der Zutaten. Du siehst vor dem Aufgießen, was in der Kanne landet, und kannst abführende Bestandteile ausschließen. Abgefüllt wird frisch in Deutschland, geliefert in einem wiederverschließbaren Behälter. Wir versenden in einem bis drei Werktagen, ab 29 Euro Bestellwert versandkostenfrei.

Bei Durchfall Tee kommt es weniger auf eine besondere Sorte an als auf die Zubereitung: lange gezogener, ungesüßter Schwarztee ohne Milch ist die klassische Variante, milde Kräuter wie Kamille oder Fenchel eignen sich bei zusätzlichen Bauchschmerzen, und Grüntee ist in dieser Situation meist ungünstig. Das Wichtigste bleibt, überhaupt genug zu trinken, bei stärkeren Verlusten ergänzt um eine Elektrolytlösung. Schau dich in Ruhe in unserem Sortiment an losen Schwarz und Kräutertees um.