Blasenentzündung Tee

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Blasenentzündung Tee: welche Sorten traditionell verwendet werden

Blasenentzündung Tee ist die erste Maßnahme, zu der die meisten greifen, wenn das Brennen anfängt, und das aus einem sehr praktischen Grund: Viel zu trinken ist bei dieser Beschwerde tatsächlich das Naheliegendste. Welche Kräuter dabei traditionell verwendet werden, unterscheidet sich allerdings deutlich von dem, was bei Erkältung oder Magenbeschwerden zum Einsatz kommt. Bei uns bei Ziehblatt bekommst du lose Tees, bei denen du jede Zutat siehst und die Menge selbst bestimmst. Auf dieser Seite ordnen wir ein, welche Sorten dazugehören und worauf du dabei achten solltest.

Bei Blasenentzündung zählt vor allem die Trinkmenge

Bevor es um einzelne Kräuter geht, der praktisch wichtigste Punkt: Bei dieser Beschwerde ist die schiere Menge an Flüssigkeit relevanter als jede Sortenwahl. Wer viel trinkt, spült die Blase häufiger durch, und genau darauf zielt die traditionelle Anwendung von Tee in diesem Zusammenhang ab.

Üblich sind zwei bis drei Liter über den Tag verteilt, sofern ärztlich nichts dagegen spricht, etwa bei Herz oder Nierenerkrankungen. Sinnvoll ist, gleichmäßig über den Tag zu trinken statt in wenigen großen Portionen, und den Gang zur Toilette nicht hinauszuzögern.

Genauso wichtig ist die Abgrenzung: Eine Blasenentzündung kann in die Nieren aufsteigen, und dann wird es ernst. Kommen Fieber, Schmerzen in der Flanke oder im Rücken, Blut im Urin oder allgemeines Krankheitsgefühl dazu, gehört das umgehend in ärztliche Hände. Dasselbe gilt, wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht deutlich besser werden, sowie grundsätzlich bei Männern, in der Schwangerschaft und bei Kindern. Tee ist in diesen Fällen keine Alternative zu einer Behandlung.

Welche Kräuter traditionell verwendet werden

Die Kräuter, die in Blasen und Nierentees stecken, unterscheiden sich klar von anderen Teemischungen. Diese Übersicht hilft beim Lesen von Zutatenlisten:

  • Goldrutenkraut, in praktisch jeder klassischen Blasenteemischung enthalten
  • Birkenblätter, mild und krautig, ebenfalls ein Standard in solchen Mischungen
  • Brennnesselblätter, herb und grün im Geschmack
  • Schachtelhalmkraut, sehr neutral im Aroma und deshalb gut kombinierbar
  • Bärentraubenblätter, die traditionsreichste, aber auch anwendungsbeschränkte Zutat
  • Kleinblütiges Weidenröschen, in Deutschland vor allem im Zusammenhang mit der Prostata bekannt

Geschmacklich sind diese Mischungen eher krautig und herb als angenehm. Wer zum ersten Mal einen klassischen Blasentee trinkt, ist selten begeistert. Eine Kombination mit milderen Zutaten wie Kamille oder etwas Fenchel macht das Ganze zugänglicher, ohne den Charakter zu verlieren.

Bärentraubenblätter: was du dabei beachten musst

Bärentraubenblätter sind die bekannteste Zutat in diesem Bereich und tauchen in vielen fertigen Blasentees auf. Anders als bei Kamille oder Fenchel gelten hier allerdings klare Anwendungsgrenzen, die du kennen solltest.

Üblich ist eine Anwendung über höchstens etwa eine Woche und nicht öfter als wenige Male im Jahr. Für Schwangere, Stillende und Kinder sind Bärentraubenblätter nicht vorgesehen. Auch bei bestehenden Nierenerkrankungen ist Zurückhaltung angebracht. Diese Einschränkungen stehen bei fertigen Präparaten in der Regel auf der Packung, bei loser Ware musst du selbst darauf achten.

Eine Besonderheit gibt es bei der Zubereitung: Bärentraubenblätter werden traditionell als Kaltauszug angesetzt, also mit kaltem Wasser über mehrere Stunden, statt mit kochendem Wasser übergossen. Der Aufguss wird dadurch weniger herb, weil sich weniger Gerbstoffe lösen. Wenn du unsicher bist, ob diese Zutat für dich passt, frag in der Apotheke oder in deiner ärztlichen Praxis nach.

Cranberry und andere Fruchtzutaten

Cranberry wird in diesem Zusammenhang häufig gesucht und ist in vielen Produkten enthalten. Wichtig ist dabei eine Unterscheidung, die im Handel oft verwischt: Cranberry als Fruchtstück im Tee ist etwas anderes als konzentrierter Cranberrysaft oder ein entsprechendes Präparat.

Im Tee liefert die Cranberry vor allem eine fruchtige Säure und macht krautige Mischungen deutlich trinkbarer. Das ist kein zu unterschätzender Punkt, denn wenn es darum geht, große Mengen zu trinken, entscheidet der Geschmack darüber, ob du bei zwei Litern landest oder bei einem halben.

Dasselbe gilt für Hagebutte, die ähnlich fruchtig und säuerlich wirkt. Beide eignen sich gut, um einen klassischen Kräutertee aufzuwerten, wenn dir der pure Aufguss zu herb ist.

Grüner und schwarzer Tee bei Blasenentzündung

Beide werden regelmäßig gesucht, sind hier aber nicht die naheliegende Wahl, und das aus einem einfachen Grund: Sie enthalten Koffein.

Wenn es darum geht, über den Tag zwei bis drei Liter zu trinken, ist Koffein der begrenzende Faktor. Mit Schwarz oder Grüntee käme dabei eine Menge zusammen, die für die meisten deutlich zu hoch wäre. Dazu kommt, dass koffeinhaltige Getränke von manchen bei gereizter Blase als unangenehm empfunden werden.

Praktisch heißt das: Für die eine Tasse zwischendurch spricht nichts dagegen, als Basis für die Trinkmenge eignen sich koffeinfreie Kräutertees deutlich besser. Wer ohnehin gerne Schwarztee trinkt, kann ihn ergänzend nehmen, sollte den Großteil aber über Kräuter oder schlicht Wasser abdecken.

Blasenentzündung Tee richtig zubereiten

Kräutermischungen mit Goldrute, Birkenblättern oder Brennnessel werden mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen und ziehen fünf bis zehn Minuten. Bitter werden sie dabei nicht, weil sie kaum Gerbstoffe enthalten, du kannst also entspannt dosieren.

Praktisch bewährt hat sich, gleich eine größere Kanne aufzugießen statt einzelner Tassen. Wenn das Ziel zwei bis drei Liter am Tag sind, brauchst du eine Menge, die sich portionsweise kaum zusammenbekommen lässt. Eine Kanne oder Karaffe, die sichtbar herumsteht, führt erfahrungsgemäß zu deutlich mehr getrunkenen Gläsern.

Lauwarm oder abgekühlt geht dabei genauso gut wie heiß, gerade bei größeren Mengen. Ungesüßt trinken ist die üblichere Variante. Und wie erwähnt: Bärentraubenblätter werden abweichend davon kalt angesetzt.

Lose Tees bei Ziehblatt

Bei uns bekommst du ausschließlich lose Ware statt fertig portionierter Beutel. Bei dieser Anwendung ist das ein konkreter Vorteil, weil du große Mengen brauchst. Für zwei Liter Aufguss aus Beuteln bräuchtest du je nach Produkt sechs bis acht Stück, mit loser Ware nimmst du einfach entsprechend mehr Blattmaterial in eine große Kanne.

Dazu kommt die Transparenz: Du siehst vor dem Aufgießen, welche Kräuter enthalten sind, und kannst gezielt kombinieren, etwa krautige Basiskräuter mit etwas Hagebutte für den Geschmack. Abgefüllt wird frisch in Deutschland, geliefert in einem wiederverschließbaren Behälter. Wir versenden in einem bis drei Werktagen, ab 29 Euro Bestellwert versandkostenfrei.

Bei Blasenentzündung Tee kommt es weniger auf eine besondere Sorte an als auf die Menge: Zwei bis drei Liter über den Tag verteilt sind der eigentliche Punkt, und die Sortenwahl entscheidet vor allem darüber, ob du diese Menge auch schaffst. Klassische Blasentees mit Goldrute, Birkenblättern und Brennnessel sind krautig, lassen sich mit Hagebutte oder Cranberry aber gut abrunden. Und wenn Fieber, Rückenschmerzen oder Blut im Urin dazukommen, führt der Weg zur ärztlichen Praxis, nicht in die Teekanne. Schau dich in Ruhe in unserem Sortiment an losen Kräutertees um.