Welcher Tee bei Verstopfung? Was hilft und was du beachten solltest
Bei Verstopfung greifen viele zur Teekanne, und das ist ein guter Reflex, allerdings aus einem anderen Grund, als die meisten denken. Denn der wichtigste Beitrag von Tee hat mit den Kräutern zunächst gar nichts zu tun. Gleichzeitig gibt es tatsächlich abführend wirkende Pflanzen, bei denen Vorsicht angebracht ist. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Tees bei Verstopfung sinnvoll sind, warum Flüssigkeit der eigentliche Hebel ist, was es mit Sennesblättern auf sich hat, welche Alltagsmaßnahmen mehr bringen als jede Tasse und wann ärztlicher Rat gefragt ist.
Bei Verstopfung ist der Stuhl oft hart und trocken, und genau hier setzt der wichtigste Punkt an: Ausreichend zu trinken hilft dem Darm, den Stuhl weich zu halten. Besonders wirksam wird das in Kombination mit Ballaststoffen, denn diese binden Wasser und quellen auf, was den Darminhalt voluminöser und weicher macht. Ohne genug Flüssigkeit können Ballaststoffe die Verstopfung sogar verschlimmern.
Als Richtwert gelten etwa zwei bis drei Liter täglich, sofern keine ärztlichen Gründe dagegen sprechen. Tee ist dafür ein hervorragender Träger, weil eine warme Tasse vielen leichter fällt als literweise Wasser. Ein bewährter Klassiker ist außerdem ein Glas lauwarmes Wasser oder milder Tee direkt nach dem Aufstehen, das regt bei vielen Menschen die Darmtätigkeit an. Welcher Tee dabei in der Tasse ist, spielt eine kleinere Rolle als die Menge.
Diese Sorten werden bei Verstopfung traditionell getrunken, jede mit einem eigenen Schwerpunkt:
Alle genannten Sorten sind koffeinfrei und lassen sich über den Tag verteilt trinken. Eine Auswahl in geprüfter Qualität findest du in unserer Kräutertee Kategorie. Was du dagegen meiden solltest: stark gezogenen Schwarztee, denn seine Gerbstoffe wirken zusammenziehend auf die Darmschleimhaut und können Verstopfung eher verstärken. Warum das so ist, erklären wir im Ratgeber zu schwarzem Tee bei Durchfall, dort ist genau dieser Effekt erwünscht.
Es gibt tatsächlich Pflanzen mit deutlich abführender Wirkung, allen voran Sennesblätter, Faulbaumrinde und Rhabarberwurzel. Diese enthalten sogenannte Anthranoide und werden in Apotheken als Arzneitees geführt, nicht als Genussmittel. Sie wirken zuverlässig, und genau darin liegt auch das Problem.
Solche Präparate sind für die kurzfristige Anwendung gedacht, üblicherweise nicht länger als ein bis zwei Wochen. Bei längerem Gebrauch kann sich der Darm daran gewöhnen, außerdem kann der Elektrolythaushalt leiden, insbesondere der Kaliumspiegel. In der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern sind sie ohne ärztlichen Rat tabu. Wenn du über abführende Tees nachdenkst, gehört diese Entscheidung deshalb in die Beratung von Apotheke oder Arztpraxis und nicht in die alltägliche Teeschublade. Als Vorsichtsmaßnahme gilt: Finger weg von als Abnehmtee oder Detoxtee vermarkteten Mischungen, die oft genau diese Zutaten enthalten.
Ehrlich gesagt bringen ein paar Alltagsmaßnahmen bei Verstopfung mehr als jede Teesorte:
Der Tee ist in diesem Bild der angenehme Baustein, der die Flüssigkeitszufuhr erleichtert. Wer alle Punkte zusammen umsetzt, kommt in den meisten Fällen ohne abführende Mittel aus.
Kräutertee
Gelegentliche Verstopfung, etwa auf Reisen oder bei ungewohnter Ernährung, ist harmlos und vergeht von selbst. Ärztlicher Rat ist gefragt, wenn die Verstopfung länger als zwei bis drei Wochen anhält, wenn sie plötzlich ohne erkennbaren Grund auftritt, bei starken Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust oder wenn sich Verstopfung und Durchfall abwechseln.
Auch wenn du auf abführende Mittel angewiesen bist, um überhaupt Stuhlgang zu haben, gehört das abgeklärt. Bei Babys, Kleinkindern und älteren Menschen sollte deutlich früher ärztlicher Rat eingeholt werden. Und ein Hinweis: Manche Medikamente verursachen Verstopfung als Nebenwirkung, ein Blick in den Beipackzettel oder eine kurze Frage in der Apotheke klärt das schnell.
Es gibt keinen Tee mit zuverlässiger Abführwirkung außer Arzneitees mit Sennesblättern, die in die Apothekenberatung gehören. Der wirksamste Beitrag normaler Tees ist die Flüssigkeit selbst. Fenchel, Anis, Kümmel und Ingwer werden traditionell bei Verdauungsbeschwerden getrunken.
Zwei bis drei Liter über den Tag verteilt sind der übliche Richtwert, sofern keine ärztlichen Gründe dagegensprechen. Besonders wichtig ist ausreichend Flüssigkeit, wenn du gleichzeitig ballaststoffreich isst, denn Ballaststoffe brauchen Wasser zum Aufquellen.
Bei kurzfristiger Anwendung meist nicht, bei Dauergebrauch schon problematisch. Abführende Kräuter wie Sennesblätter können bei längerer Anwendung den Elektrolythaushalt stören. Sie gehören in die Beratung von Apotheke oder Arztpraxis und nicht in den Alltag, in Schwangerschaft und Stillzeit sind sie ohne ärztlichen Rat tabu.
Stark gezogener Schwarztee kann das, denn seine Gerbstoffe wirken zusammenziehend auf die Darmschleimhaut. Genau deshalb wird lange gezogener Schwarztee traditionell bei Durchfall eingesetzt. Bei Verstopfung greifst du besser zu koffeinfreien Kräutertees.
Bei Verstopfung ist der wichtigste Beitrag von Tee die Flüssigkeit selbst, nicht die Sorte. Fenchel, Anis, Kümmel und Ingwer sind traditionell bewährte Begleiter, stark gezogenen Schwarztee lässt du dagegen weg. Von abführenden Kräutern wie Sennesblättern hältst du dich ohne Beratung fern. Den größten Unterschied machen am Ende Ballaststoffe, Bewegung und Regelmäßigkeit, und der Tee ist der angenehme Weg, dabei genug zu trinken. Milde Kräutertees in geprüfter Qualität findest du im Sortiment von Ziehblatt.