Mate Tee Wirkung: Was Südamerikas Wachmacher wirklich kann
Mate Tee gilt in Südamerika als Energiequelle schlechthin, und auch hierzulande wird ihm einiges zugeschrieben: wach machen ohne Zittern, den Kopf klären, den Stoffwechsel ankurbeln. Manches davon ist gut nachvollziehbar, anderes gehört ins Reich der Werbeversprechen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Inhaltsstoffe die Wirkung von Mate ausmachen, wie er auf Psyche und Konzentration wirkt, wie lange die Wirkung anhält, welche Nebenwirkungen möglich sind und wer besser vorsichtig sein sollte.
Die Wirkung von Mate geht auf ein Zusammenspiel mehrerer Stoffe zurück, die in den Blättern der Mate Pflanze stecken:
Bemerkenswert ist vor allem die Kombination aus Koffein und Theobromin, denn beide wirken unterschiedlich schnell. Genau daraus ergibt sich das Wirkprofil, das viele Mate Trinker beschreiben.
Am deutlichsten spürbar ist die Wirkung auf Konzentration und Wachheit. Das Koffein steigert die Aufmerksamkeit, doch anders als beim Kaffee beschreiben viele die Wirkung als ruhiger und gleichmäßiger. Verantwortlich dafür dürfte das Theobromin sein, das langsamer anflutet und länger nachwirkt, sowie die Bitterstoffe, die die Aufnahme des Koffeins verlangsamen.
Das Ergebnis ist ein Zustand, den Mate Trinker oft als klare, fokussierte Wachheit beschreiben, ohne das Zittrige, das manche vom Kaffee kennen. In Südamerika wird Mate genau deshalb über den ganzen Tag getrunken, beim Arbeiten, beim Lernen und im Gespräch. Eine beruhigende Wirkung hat er allerdings nicht, wer entspannen möchte, greift besser zu koffeinfreien Kräutertees.
Koffein braucht etwa 30 bis 45 Minuten bis zur vollen Wirkung und wird je nach Veranlagung über vier bis sechs Stunden abgebaut. Bei Mate kommt hinzu, dass Theobromin langsamer wirkt und länger im Körper bleibt, weshalb die belebende Wirkung insgesamt sanfter einsetzt und länger anhält als bei einem Espresso.
Praktisch bedeutet das: Mate eignet sich hervorragend für den Vormittag und den frühen Nachmittag. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte die letzte Tasse spätestens am frühen Nachmittag trinken, denn ein später Mate kann den Schlaf ebenso stören wie ein später Kaffee. Bei der traditionellen Zubereitung in der Kalebasse, bei der über Stunden immer wieder aufgegossen wird, summiert sich die Koffeinmenge zudem deutlich.
Mate Tee
Die möglichen Nebenwirkungen von Mate hängen fast alle mit dem Koffein zusammen. Zu große Mengen können zu innerer Unruhe, Herzklopfen, Kopfschmerzen und Schlafproblemen führen, genau wie bei Kaffee. Empfindliche Mägen reagieren außerdem manchmal auf die enthaltenen Bitterstoffe, besonders wenn Mate auf nüchternen Magen getrunken wird.
Ein zweiter Punkt betrifft die Trinktemperatur, und der wird oft übersehen: Sehr heiße Getränke gelten unabhängig vom Inhalt als problematisch für die Speiseröhre. Weil Mate traditionell sehr heiß durch die Bombilla getrunken wird, ist das bei diesem Getränk besonders relevant. Was das genau bedeutet und wie du es einfach vermeidest, erklären wir in unserem Ratgeber dazu, ob Mate Tee gesund ist.
Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag als unbedenklich, das entspricht je nach Zubereitung etwa fünf bis zehn Tassen Mate. Wer koffeinempfindlich ist, unter Herzrhythmusstörungen leidet, zu Bluthochdruck neigt oder schlecht schläft, sollte deutlich darunter bleiben.
In der Schwangerschaft und Stillzeit gilt die niedrigere Empfehlung von maximal 200 Milligramm Koffein täglich, das individuelle Maß besprichst du am besten ärztlich. Für Kinder ist Mate wegen des Koffeins keine geeignete Wahl. Und wer regelmäßig Medikamente einnimmt, klärt größere Mengen koffeinhaltiger Getränke kurz in der Apotheke ab, das kostet nichts und schafft Sicherheit.
Mate wirkt belebend durch Koffein und Theobromin, die zusammen für eine sanfter einsetzende und länger anhaltende Wachheit sorgen als Kaffee. Viele beschreiben die Wirkung als klare Konzentration ohne Nervosität. Eine beruhigende oder entspannende Wirkung hat Mate nicht.
Die Wirkung setzt nach etwa 30 bis 45 Minuten ein und hält vier bis sechs Stunden an, bei manchen Menschen auch länger. Durch das Theobromin fühlt sich die Wirkung gleichmäßiger an als bei Kaffee. Trink die letzte Tasse deshalb möglichst am frühen Nachmittag.
In üblichen Mengen meist nicht. Zu viel Koffein kann Unruhe, Herzklopfen und Schlafprobleme verursachen, die Bitterstoffe können auf nüchternen Magen unangenehm sein. Ein eigener Punkt ist die Trinktemperatur, sehr heiße Getränke sollten grundsätzlich vermieden werden.
Ja, Mate enthält Koffein und wirkt zuverlässig belebend. Der Unterschied zum Kaffee liegt im Verlauf: Die Wirkung setzt sanfter ein, hält dafür länger an und wird von vielen als weniger nervös empfunden. Wie viel Koffein genau in der Tasse landet, hängt stark von der Zubereitung ab.
Die Wirkung von Mate Tee ist real und gut nachvollziehbar: Koffein und Theobromin sorgen zusammen für eine gleichmäßige, lang anhaltende Wachheit, die viele als angenehmer empfinden als den schnellen Kaffeekick. Dazu kommen antioxidative Polyphenole und die typischen Bitterstoffe. Ein Wundermittel ist Mate nicht, ein zuverlässiger Wachmacher mit eigenem Charakter dagegen schon. Wer auf die Menge achtet und nicht zu heiß trinkt, kann ihn bedenkenlos in den Alltag einbauen. Losen Mate in geprüfter Qualität findest du im Sortiment von Ziehblatt.